Dreckig getanzt
Pseudonyme sind nützlich um Fehler der Eltern zu verschleiern und vor verbalen Übergriffen Dritter zu schützen. Wer kennt schon „Jan Ulrich Max Vetter“, „Dirk Felsenheimer“, „Jasmin Wagner“ oder „Manuela Schaffrath“? „Farin Urlaub“, „Bela B.“, ,,Blümchen“ und „Gina Wild“ hingegen sind schon eher ein Begriff. Jeder kennt „Obi“. Obi ist ein bekanntes Heimwerkerwarenhaus. Aber „Sebastian Obermeier“? Nie gehört!
Deswegen hat Obi den bürgerlichen Namen „Obermeier“ ja auch abgelegt. Wie Gina Wild, Blümchen, Bela B. oder Farin Urlaub. Daher nennen wir ihn auch nur bei seinem D(r)ecknamen. Obi ist ein charmanter, charismatischer junger Mann, der sich für heiße Rhythmen begeistert. Er tanzt. Und tanzt. Und tanzt. Und bringt den Puppen das tanzen bei. Obi ist Tanzlehrer. Obi tanzt einen dreckigen Stiefel, wenn er tanzt. Mit viel Erotik und latinischen Hüftbewegungen. Damit brach er schon so manches Herz. Und verschiedene Absätze. Die Herzen heilen wieder, die Absätze nicht. Obi hats mit seiner Traumtänzerei aber recht weit gebracht. Mittlerweile leitet er sogar einen eigenen „Kursus“. Was man da lernt? Tanzen, aber nicht irgendwie! So richtig dreckig wie Patrick Swayze. Da gehört mehr zu als sich längere Zeit nicht zu waschen, „time of my life“ zu murmeln und ein paar erotisierenden Hüftkreisungen durchzuführen. Wie das genau geht, weiß ohnehin nur der „Private Dancer“-Obi und wenn man diese Tanzerotik erlernen möchte, sollte man ihn selber fragen, weil in Sachen intersexuelle Tanzkunst macht dem Obi niemand was vor. Dreckig getanzt, Obi!