Autofrischling Patrick

Fahrkönig
Wer fahret so spät durch die Felder geschwind?
Es ist der Patrick mit Rückenwind;
Es hängt aus dem Fenster lässig sein Arm,
»Auf Seite ihr Rinder«, hupt er Alarm.

»Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?« -
»Siehst Vater, du den Patrick nicht?
Den Frischling Patrick mit Abgas und Schweif? -
»Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.« -

»Du liebes Kind, komm, fahr mit mir!
Autobahnraser spiel ich mit dir;
Manch schnelle Autos sind am Fahrbahnrand,
Und Frauen dort haben nur wenig Gewand.«

»Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Frischling Patrick mir leise verspricht?« -
»Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
Auf Patricks Felder(n) muhte ein Rind.« -

»Willst, kleiner Heizer, du mit mir fahrn?
Meine Airbags sollen dich sicher bewarn;
Wir fahren heut nacht auf die Brücken am Rhein
Und heizen und hupen und quitschen zuzwein.«

»Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Patricks Fahrzeug – s`ist doch kein Ford?« -
»Mein Sohn, mein Sohn, sei kein Idiot:
Rot ist das Auto – ein Peugeot.« -

»Ich liebe dich Auto, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und kommst du nicht mit mir, so brauch ich Gewalt.«
»Mein Vater, mein Vater, jetzt fährt er mich an!
Frischling Patrick hat mich überfahrn!« -

Dem Vater grauset's, er fahret geschwind,
Auf der Motorhaube das ächzende Kind,
In vollem Galopp ein Zebra gestriffen
Moral: Wärend der Fahrt sollst du nicht kiffen.«