Weils hier ja ums dicke Ende 2005 geht, eine kurze Geschichte zum Thema:
Es war einmal ein kleiner Rotschopf. Der Name dieses Rotschopfs war „die hübsche“.
Ihre Eltern hatten sich vor etwa 18 Jahren bei der Bezeichnung ihres Kindes etwas vertan.
Nicht weil es nicht hübsch war – oh nein! – eher, weil sie eigentlich „das Chaos“ heißen sollte.
Und das kam so:
Es war also einmal eine hübsche, aber sehr chaotische Rotschöpfin. Sie traf sich gerne mit Freunden und feierte viele bunte Feste, da sie Farben sehr liebte. Ihre Eltern besaßen ein großes Haus, in dem man schön dekorieren und bunt feiern konnte.
Sie achteten jedoch sehr genau darauf, wie bunt die hübsche, chaotische Rotschöpfin ihre Feste feierte.
Auch ihre Eltern liebten Farben, und so betrug es sich, dass Sie eines wüderhübschen Tages in die weite Welt hinaus gingen um im Morgenland die rote Sonne aufgehen zu sehen.
Da war der Möhrenkopf nun ganz allein ohne Farbe in einem großen kargen Haus. Nur die Blumen hinter dem Haus schienen durch das Fenster hinein. Plötzlich hatte die Rotschöpfin eine Idee: Sie würde ein großes buntes Fest geben und all ihre Freunde einladen. Damit ihre Eltern nichts davon bemerkten, setzte sich vor das Fenster und schrieb auf einen Zettel, was zu tun sei, um die Farben des bunten Festes wieder zu löschen. Sie fotografierte sogar sämtliche Zimmer, damit sie wusste, welche Farben in welches Zimmer gehörten. Der Zettel schillerte in hübschesten Farben, als er vor dem Fenster lag.
Bald trafen all ihre Freunde ein und feierten ein buntes Fest mit dem chaotischen Möhrenkopf.
Als alle Zimmer des Hauses kunterbunt waren ging einer nach dem anderen, und schließlich begann die Rotschöpfin, die Farben wieder zu löschen.
Zufrieden sah sie sich die Fotos an. Sie hatte das Chaos beseitigt. Alles sah aus wie vor der Abreise ihrer Eltern.
Diese kamen wieder, am nächsten Tag. Sie achteten genau auf die weißen Wände, die Stühle am Tisch, und der Tisch am Fenster. Alles sah genau so aus, wie sie es verlassen hatten. Die Wände waren weiß, die Stühle standen am Tisch, der Tisch am Fenster, und am Fenster –-
lag der Zettel.
Was das alles mit der Lindi zu tun hat? Eigentlich nichts – Linda bedeutet ja auch „die hübsche“ und nicht „die chaotische“.