Voila, LaKai sur le quai!
Der Kai braucht eigentlich keinen Führerschein. Zumindest nicht für ein Auto. Denn dort, wo sich der Kai am liebsten bewegt, kann man mit Autos herzlich wenig anfangen. Meistens kommt man dort auch eh besser voran und gleichzeitig ist man noch an der (frischen) Luft. Man lernt die Welt aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Nämlich aus der Perspektive „unten“. Von Fall zu Fall darf sich der Kai dort „unten“ gar nicht aufhalten. Dann wird’s meistens gefährlich. Manchmal trifft man dort „unten“ Bisamratten, allerlei Mücken und Fliegen, verschiedene Lurche, blinde Schleichen und kleine Schlangen.
Keine Angst, der Kai bewegt sich nicht am liebsten in der Kanalisation. Der Kai geht eigene Wege. Er nutzt Wasserwege. Trotzdem hat der Kai keinen Bootsführerschein, denn die Boote die der Kai führt, sind eigentlich gar keine Boote. Oder sagen wir besser Eskimo-Boote. Der Kai ist Kanadier und fährt Kanu und Kajak. Eigentlich ist der Kai Deutscher und lebt in Österreich und fährt Kanadier, Kanu und Kajak. Nicht, dass die Grenzen fließend wären, aber fließen tut der Kai die Flüsse hinab ganz prächtig. Über Stromschnellen und über langsame Ströme vor allem meistens bergab. Wenn der Kai dann irgendwann einmal unten angekommen ist, oder keine Lust mehr hat, legt der Kai an einem Kai an. Dort vertäut er dann seinen Kanadier, na ja, das Kajak (das kommt immer auf die Anzahl der sitzenden Personen an) und brät sich nen Storch. Nein! Natürlich nicht! Störche stehen doch unter Naturschutz! Das ist dem Kai auf dem Kai aber so grade noch einmal eingefallen. Dann brät er sich halt eine Bratwurst auf einem eigens dafür entfachten Feuerchen. Danach setzt er sich dann wieder in sein Paddelbötchen und gleitet sanft dahin über das leiste glucksende Wasser hinein in den roten Sonnenuntergang. Schön, oder? Jaaa...!